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Die persönlichen Patenschaften der Kinderhilfe Emmaus weben ein soziales Netz rund um den Globus. Sie verbinden Patinnen und Paten in der Schweiz mit Kindern in der Dritten Welt. Oft entstehen spannende Briefwechsel und beglückende Freundschaften. Hin und wieder reisen Patinnen und Paten zu ihren Patenkindern und es kommt zu eindrücklichen Begegnungen. Hier einige Patenberichte der letzten Jahre:

Katharina Wagner und Daniel Probst, Läufelfingen,
April 2017:

"Dank der freundlichen Vermittlung der Kinderhilfe Emmaus hatten wir diesen Frühling die Gelegenheit, unser 14-jähriges Patenmädchen Blessy in Indien zu besuchen.
Mit gemischten Gefühlen reisten wir von Mumbay nach Belgaum, einer Handels- und Industriestadt im Bundesstaat Karnataka. Als unsere Maschine auf dem kleinen Flughafen landete, standen Blessy, ihre zwei Geschwister und der sie betreuende Pfarrer Cyril Fernandes schon bereit. Wir wurden mit einer grossen Herzlichkeit, einem Strauss selbstgepflückter Blumen und einer rührend geschriebenen Karte empfangen. Die folgenden zwei Tage waren wir die Gäste von Pfarrer Cyril, dessen selbstloser Einsatz uns überwältigte. Wir durften Blessys Familie in ihrer bescheidenen Wohnung besuchen. Die fünfköpfige Familie lebt in zwei kleinen Räumen und teilt sich die wenigen Schlafplätze. Alle drei Kinder besuchen die Schule bzw. ein Internat. Die Mutter verrichtet den Haushalt und arbeitet als Pflegehilfe in einem Spital. Da ihr Arbeitsweg beschwerlich und die Arbeitszeiten lang sind, verlässt sie schon morgens um acht das Haus und kehrt erst wieder abends um zehn zu ihrer Familie zurück. Sie verdient rund 5'000 Rupien (etwa CHF 74.–) im Monat und kann nur dank dem Patenschaftsbeitrag der Kinderhilfe Emmaus die Familie durchbringen. Der Vater, ein Schneider und ehemaliger Alkoholiker, trägt wenig zum Unterhalt der Familie bei.
Die Kinder haben uns auf all unseren Wegen begleitet, führten uns durch ihre Schulen und Internate und zeigten uns stolz ihre Zeugnisse. Ihre Genügsamkeit, ihre Zufriedenheit und vor allem ihre unbändige Fröhlichkeit haben uns tief berührt. Beeindruckt hat uns auch die Selbstlosigkeit und Liebe, mit der Pfarrer Cyril seine riesige hilfsbedürftige Schar betreut. Mit seinem unermüdlichen Engagement trägt er viel dazu bei, ärmere Familien zu stützen und ihren Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen.
Unsere Reise auf den indischen Kontinent hat uns einen Einblick in das Leben und die Arbeit derer gegeben, die nicht zu den Privilegierten gehören. Wir haben viele herzliche, liebenswerte und unvoreingenommene Menschen kennengelernt, die trotz der schwierigsten Umstände, in denen sie leben müssen, einen glücklichen Eindruck machen. Diese wertvolle Erfahrung führt eindrücklich vor Augen, dass es mit der richtigen Lebenseinstellung nicht viel braucht, um zufrieden zu sein. Eine gute Gelegenheit, wieder einmal über unser eigenes Leben nachzudenken.
Katharina Wagner und Daniel Probst, Paten von Blessy K."

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Die Patin Katharina Wagner (hinten) mit ihrem Patenkind Blessy (2.v.l.) und Pfarrer Cyril (rechts).

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Die Patin Marlies Haller mit ihrem kolumbianischen Patenjungen Luis Miguel.

Klaus Woodtli und die Musiker beim Spielen des Oktetts von Franz Schubert.

Marlies Haller, Bern, Mai 2012:
„Seit ungefähr 30 Jahren unterstütze ich Patenkinder der ‚Kinderhilfe Emmaus‘. Ich schätze dieses Hilfswerk, weil Spenden ohne grosse Administration und Imagewerbung direkt den Betroffenen zugute kommen. Als Gymnasiastin ‚teilte‘ ich ein Kind mit einer Freundin, da wir kaum Geld hatten. Inzwischen habe ich viele Kinder aus verschiedenen Ländern unterstützt. Gegenwärtig ist Luis Miguel U. in Santa Rosa de Cabal (Kolumbien) mein Patenkind. Als ich in diesem Frühjahr meine zweite Reise nach Kolumbien plante, stellte ich fest, dass ich in dieser Region unterwegs sein würde. Warum nicht ihn besuchen? Die ‚Kinderhilfe Emmaus‘ gab mir die Adresse seines Betreuers vor Ort und ich nahm Kontakt zu ihm auf.
Kolumbien ist faszinierend und widersprüchlich. Die Landschaften sind wunderschön. Herzliche, offene und hilfsbereite Menschen leiden seit 50 Jahren unter einem bürgerkriegsähnlichen Konflikt, in dem Verbrechen gegen die Menschenrechte begangen werden. Unterwegs kamen mir Zweifel am Besuch meines Patenkindes. Mein Interesse am Leben von Luis Miguel und seiner Familie ist echt, doch ich wollte nicht als ‚reiche Tante‘ aus der Schweiz auftreten. Auf einmal wurde ich nervös und bereute meinen spontanen Entschluss. Aber als ich mich mit Luis Miguel, seiner Mutter und dem Betreuer traf, verflogen meine Bedenken. Der zwölfjährige Junge ist still und aufgeweckt und spielt gerne Fussball. Da er ein fleissiger Schüler ist, geht er schon in die neunte Klasse. Später möchte er Sprachen studieren. Luis Miguel wohnt in einem Dorf, sein Schulweg beträgt eine Stunde. In Kolumbien gehen die Kinder nur vormittags zur Schule, nachmittags hängen viele Kinder rum und geraten in Schwierigkeiten. Luis Miguels Eltern – der Vater ist Strassenverkäufer, die Mutter Hausfrau – sorgen dafür, dass ihr Sohn am Nachmittag seine Aufgaben macht. Sie haben noch eine 9-jährige Tochter und einen 2-jährigen Sohn.
Es war eine sympathische Begegnung. Wir haben uns über Kolumbien und die Schweiz ausgetauscht. Ich hatte das Gefühl, dass Luis Miguel es spannend fand, seine ‚Patin‘ aus dem fernen Land kennenzulernen. Sollte ich wieder einmal in Kolumbien sein, möchte er mich wiedersehen. Ich werde ihn sicher besuchen!“

Klaus und Ursina Woodtli, Paten eines indischen Jungen, Ostermundigen, November 2010:
„Meine Frau und ich, unsere drei Kinder und unsere fünf Grosskinder machen Musik. Die einen klassisch, die andern rockig. Die Kleinste singt mit eineinhalb Jahren schon die ersten Melodien… Ich konnte in diesem Jahr meinen 70. Geburtstag feiern. Wie schon bei anderen runden Geburtstagen organisierten wir die Aufführung eines Konzertes, zu dem wir Freunde und Verwandte einluden und bei dem ich selber auf dem Kontrabass mitspielte. Am 28. August führten wir – fünf Amateure aus dem Stadtorchester Thun und drei Berufsmusiker – im Kirchgemeindehaus der ref. Kirche Ostermundigen das wenig bekannte Oktett von Franz Schubert auf. Die Aufführung dauerte ohne Pause eine Stunde, 140 Gäste waren gekommen. Das Konzert wurde zu einem grossen Erfolg. Die Kollekte ergab einen Erlös von CHF 2300.– für die Kinderhilfe Emmaus und CHF 1700.– für die Glückskette!“

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Die Patin Mathilde Huber mit Schwester Celine Xavier und ihrer indischen Patentochter Munni.

Zeichnung eines haitianischen Patenkindes.    

Mathilde Huber, Remigen, April 2009:
„Durch die freundliche Vermittlung der 'Kinderhilfe Emmaus' hatte ich im Februar 2009 die Gelegenheit, drei meiner Patenkinder in Indien zu besuchen. Im Hilfswerk ‚Our Lady of Providence‘ in Calcutta wurde ich von Schwester Celine Xavier, die eine Schule mit 700 Mädchen leitet, gastfreundlich aufgenommen. Die kleine Munni, meine Patentochter, sang und tanzte für mich. Stolz zeigte sie mir ihr Zeugnis. Die Mädchen werden hier nicht nur schulisch gefördert, sondern erwerben auch gute Umgangsformen. Das Gebäude ist einfach und zweckmässig eingerichtet, alles ist sauber und gepflegt, der Umgang ruhig und verständnisvoll.
In Chennai traf ich Pfarrer John Bosco, den Leiter des Hilfswerks ‚Queenship of Mary Church‘. Wir fuhren durch eine weite Ebene mit Reisfeldern und Kokospalmen zu meinem Patensohn Bharath. Die Familie mit vier Kindern bewohnt ein Haus, das aus einem einzigen Raum besteht. Geschlafen wird draussen auf einem mit Kokosfaser bespannten Holzrahmen unter dem Vorsprung des Daches. Bharath ist intelligent, er besucht eine Hochschule, damit er später seine Familie unterstützen kann. Nach dieser Begegnung fuhren wir weiter zur Familie meiner Patentochter Jebamalaimary, die eine niedrige, strohgedeckte Hütte bewohnt. Der Vater ist an Lepra erkrankt und arbeitsunfähig. Er sprach kein Wort, schaute mich aber dankbar an. An der Wand hing die Fotografie der verstorbenen Mutter. Am Abend besuchten wir Jebamalaimary im Spital, wo sie zur Krankenschwester ausgebildet wird. Wegen des Todes der Mutter ist sie still und verschüchtert.
Am Sonntag organisierte Pfarrer John Bosco ein Fest, das mit herzlichen Worten des Dankes schloss. Diesen Dank möchte ich stellvertretend an alle Patinnen und Paten der 'Kinderhilfe Emmaus' weitergeben!“

Ruth Hopkins, Zürich, Dezember 2006:
„Ich danke Ihnen für die Zustellung all der netten Schreiben meines Patenkindes John Estiven in Medellin. Diese Berichte zeugen von grosser Dankbarkeit und Interesse an der Patin. Wie gerne würde ich John Estiven – wie er es vorschlägt – besuchen, doch fehlt dazu nicht nur das Geld, sondern auch die Gesundheit!
Ich bin im April 75 Jahre alt geworden, habe sechzehn Operationen hinter mir und vier grosse vor mir. Ich habe sowohl Weichteil-Rheuma wie auch Polyarthritis und Gelenk-Rheumatismus und Arthrose, wo es nur möglich ist. Ich kann seit einer misslungenen Fussoperation kaum zehn Minuten laufen; dies auch wegen eines alten Bandscheibenvorfalls. Noch schlechter kann ich sitzen, seit 30 Jahren gibt's für mich keine Familien- oder Freundestreffen mehr. Auch auswärts zu essen, ist unmöglich (Magen-Darm-Probleme). Bei dieser Hitze falle ich x-mal um, sogar vom Stuhl, und bleibe ohnmächtig liegen. Ich darf nur vor sieben Uhr morgens und nach zehn Uhr abends hinaus. Heute habe ich dem Friseur absagen müssen.
Können Sie mein Patenkind irgendwie wissen lassen, dass ich eine alte, seit 1985 invalide Frau bin? Das Schreiben ist für mich eine Tortur wegen der Arthritis in den Fingern. Ich möchte Sie nur wissen lassen, dass ich aus diesen Gründen keine Verbindung mit John Estiven aufnehmen kann. Für Ihre grossartige Arbeit danke ich Ihnen und allen Mitarbeitern herzlich!“

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Zeichnung eines indischen Patenkindes.

Der Pate Franz Xaver Peter mit seinem indischen Patenjungen Thirupathi und seinen Betreuern.

Ein Paten-Ehepaar, das anonym bleiben möchte, Dezember 2003:
„Seit Jahren haben wir Patenschaften übernommen und uns oft über die Brieflein ‚unserer‘ zusätzlichen Kinder gefreut. Erst gestern aber habe ich einmal alle Blätter geordnet und immer wieder empfand ich dabei tiefe Freude und Dankbarkeit Ihrer Institution gegenüber: Fast alle Kinder konnten nach jahrelangem Einsatz und liebevoller Begleitung in die Selbständigkeit entlassen werden. Sogar das liebenswerte kleine taubstumme Büblein mit den traurigen Augen aus Ruanda konnte eine Schreinerlehre beginnen – noch vor dem schrecklichen Bürgerkrieg.
Im letzten Frühling baten Sie uns, an den Spitalaufenthalt eines ‚unserer‘ Kinder in Indien beizutragen. Der 15-Jährige hat mit unserer Hilfe eine Meningitis überstanden und dankte uns in einem Brief. Er ist ein willensstarker und intelligenter Junge, der seinen Weg machen wird.
Mit ganz herzlichem Dank für Ihren jahrelangen Einsatz für eine ein bisschen fröhlichere, farbigere und bessere Welt!“

Franz Xaver Peter, Horw, Mai 2002:
„Liebes Team der ‚Kartenaktion und Patenschaften Emmaus‘, durch Ihre freundliche Vermittlung hatte ich diesen April Gelegenheit, mein Patenkind Thirupathi im ‚Good Shepard Home‘ in Südindien zu besuchen. Diese Begegnung mit meinem Patenjungen und den übrigen Kindern des Heims war für mich ausserordentlich eindrücklich. Trotz der durch die Behinderung gekennzeichneten Körper strahlten diese Kindergesichter eine Fröhlichkeit und Zufriedenheit aus, die mich tief beeindruckt hat. Ich konnte mich auch davon überzeugen, dass jeder gespendete Franken auf äusserst fruchtbaren Boden fällt und sehr dankbar angenommen wird. Ich wünschte mir so sehr, wir könnten noch mehr tun für diese wunderbaren Kinder.
Mein ganz spezieller Dank gilt den Betreuern in Indien, namentlich Father Sebastian, Mrs. Grace und Mr. Fernanddo, für ihren unermüdlichen Einsatz für die wenig privilegierten Kinder. Mit dankbarem Gruss!“